Rezension: “Die Stadt der Träumenden Bücher Graphic Novel” von Walter Moers

Hallöchen, du da!

Heute mal ein Beitrag zu nicht nur einem wunderbaren Buch, sondern direkt zu zweien, die doch eines ergeben. Verwirrend, oder? Aufklärung folgt.

Walter Moers, mein absoluter Lieblingsautor, schrieb meinen absoluten Lieblingsrom, “Die Stadt der Träumenden Bücher” im Jahre 2004. Es ist ein richtiger Roman mit ca. 418 Seiten geworden. Dieser Roman ist so unglaublich und wunderbar, dass dies auch Herr Moers wohl selbst erkannte und beschloss, die wunderbare Geschichte seinen Lesern in Farbe noch näher zu bringen, sodass man einen noch stärkeren Einblick von der fantasievollen Geschichte erhält, die man sich als Leser teilweise nur schwer vorstellen kann.

Und so kam es, dass er gemeinsam mit Florian Biege, einem Künstler, dieses Buch in zwei Graphic Novels darstellte. Zusammen haben die Bücher 229 Seiten, dennoch wird die gesamte Geschichte in beiden Bänden bildreich dargestellt. Die Bücher kosten jeweils 25 € und sind gebunden im Knaus-Verlag erschienen und in jeder größeren Buchhandlung zu erhalten.

Im folgenden möchte ich nun beide Bücher rezensieren, aber sie nicht separat behandeln, da es sich für mich doch als eine Geschichte und ein Buch verhält.

Den ersten Teil (“Buchhaim”) habe ich von meinem Freund zu Weihnachten erhalten, doch wie das Leben eines armen Studenten nunmal so ist, kann man sich nicht immer direkt den zweiten Teil leisten. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich nun Ende des letzten Monat beim Bloggerportal angemeldet habe und diese mir die zweite Graphic Novel (“Die Katakomben”) sofort, als kostenloses Rezensionsexemplar, zusagten. Sie sagten mir auch noch ein weiteres Zamonien Buch zu, (Das Zamonien-Lexikon, eine Rezension folgt), sodass meine Walter Moers Sammlung nun komplett ist. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe!

Sofort setzte ich mich hin und las beide Bücher nacheinander. Ich brauchte pro Buch nur zwei Tage, da sie mich so sehr fesselten.

Inhalt:

Der junge Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz bricht nach dem Tod seines Dichtpaten Danzelot auf Grund dessen letzten Wunsches mit einem geheimnisvollen Manuskript auf nach Buchhaim. Buchhaim ist auf dem Kontinent DIE Stadt der Bücher; die gesamte Stadt widmet sich in irgendeiner Form der Literatur. Hildegunst zeigt ein paar Leuten das Manuskript und wird zuerst gewarnt, die Stadt schnellstmöglich zu verlassen. Doch daran denkt er gar nicht. Schließlich wird ihm von Phistomefel Smeik Hilfe angeboten. Doch dieser ist nicht ganz der, der er zu sein scheint, und so kommt es, dass Hildegunst sich betäubt unter der Stadt in den Katakomben, einem riesigen Labyrinth, wieder findet. Dieses Labyrinth nutzten Buchhaimer Antiquare schon immer um ihre wertvollsten Werke zu verstecken und Bücher zu lagern. Viele Teile der Katakomben sind sehr weit unten gelegen und von bösem Getier befallen. Auf die Suche nach wertvollen Büchern begeben sich die Bücherjäger, brutale Kämpfer, die sich gegenseitig gerne abschlachten. In diesem dunklen Labyrinth voller Gefahren findet sich nun Hildegunst wieder, alles wegen des mysteriösen Manuskriptes.

In dem Buch/Büchern wird sehr bildlich sein Weg von der Lindwurmfeste nach Buchheim, sein Erleben der Stadt und sein Weg durch die Katakomben, dargestellt.

Meine Meinung:

Ich bin sprachlos… Die Geschichte ist zwar stark gekürzt, aber die wichtigsten Teile sind enthalten. Teilweise fand ich dadurch allerdings, dass die Geschichte zu schnell voranschreitet. Durch den begrenzten Platz mussten die nicht so spannenden Stellen herausgenommen werden und somit folgen alle spannenden Stellen direkt aufeinander. Somit wird das Buch auf gar keinen Fall langweilig, man bekommt aber an einigen Stellen das Gefühl, dass das Geschehen sich geradezu überschlägt. Dadurch ist es auch sehr gut, dass die Geschichte in zwei Bände geteilt ist.

Die Illustrationen sind es allerdings wert etwas länger betrachtet zu werden und somit kann man als Leser die Geschwindigkeit selbst etwas herausnehmen. Besonders gut finde ich, dass auf die in der Geschichte grandiosenStellen, auch zeichnerisch der Fokus stark gelegt wurde. Zu viel kann ich das hier nicht ausführen ohne zu Spoilern, von daher, lest es am besten selbst!

Am Ende es zweiten Teils findet sich außerdem ein Making off, dass Einblicke in das Arbeiten der beiden Künstler gewährt, die einem beim Lesen eines klassischen Buches normalerweise verwährt bleiben.

Fazit:

Ein unglaublich toll gelungenes Projekt. Die Geschichte noch einmal so farbenfroh und detailreich aufleben zu lassen, war eine wundervolle Idee von Walter Moers und ich bin beeindruckt, wie das ganze umgesetzt wurde. Das Ergebnis ist für mich atemberaubend und ich kann jedem, wirklich jedem, auch den Nicht-Fantasy-Fans, diese Geschichte, diese beiden Bücher, nur ans Herz legen. Es kostet euch nicht viel Zeit sie zu lesen und die Geschichte ist sooo wunderbar und entführt einen in eine völlig andere Welt, sodass es sich wirklich lohnt. Lest es, auch wenn es eigentlich nicht so eurer Interessengebiet ist. Ich empfehle allerdings dennoch, den gesamten Roman (mit 418 Seiten) zu lesen. Man sollte ihn auf jeden Fall vor den Graphic Novels lesen.

5 ⭐️

Ich hoffe, die Rezension hat euch gefallen und euch angeregt, in diese wundervolle Welt eintauchen zu wollen.

Viel Spaß in Zamonien,

Eure Fenja

 

About The Author

1 thought on “Rezension: “Die Stadt der Träumenden Bücher Graphic Novel” von Walter Moers

  1. Ich habe leider erst den ersten Teil gelesen, aber der hat mich umgehauen. Es ist beeindruckend, wie Moers und Biege es schaffen Zamonien so kreativ und sympathisch visuell darzustellen, etwas, was ich früher für fast unmöglich gehalten habe.

    Besonders haben mir die wimmelbuch-artigen Illustrationen gefallen, z.B. die des Antiquariats, wo man gefühlt ewig suchen und immer noch etwas neues entdecken kann, so z.B. Charaktere aus anderen Zamonien-Romanen. Das hat mir immer unglaublich viel Spaß gemacht. An diesen Seiten merkt man, wie viel Liebe zum Detail in diesem Werk liegt.

    Die Graphic Novels bilden zum ersten Mal einen umfangreichen Einblick darein, wie der Autor sich seinen Fantasie-Kontinent vorstellt. Obwohl die Bücher alle reich mit Zeichnungen von Moers versehen sind, kann nicht mal die farbige Ausgabe des Blaubären mit der visuellen Gewalt der Graphic Novel mithalten.

    Ich stimme dir übrigens ganz und gar in der Aussage zu, man solle zuerst den Roman und dann die Graphic Novels lesen; nur so ist das genießen der unzähligen Details wirklich möglich, außerdem ist es von Vorteil eine gewisse Zamonien-Vorbildung zu besitzen.

    Es ist schön, dass du das ähnlich siehst. Du hast mir noch mehr Lust auf den zweiten Teil gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.