Rezension: “Unser Platz in dieser Welt” von Luisa Strunk

Hallöchen, du da!

Schön, dass du mal wieder vorbeischaust. Heutre möchte ich dir ein ganz besonderes Buch vorstellen: Unser Platz in dieser Welt ist viel mehr als ein Liebesroman oder ein Jugendbuch. Dieses Buch behandelt so viel mehr und geht in die Tiefe und zeigt ganz große Emotionen. Aber lies selbst:

Inhalt

In dem Buch geht es um Marie, ein 16-Jähriges Mädchen, welches in der Schule als Außenseiterin gilt und täglich gemobbt wird. Sie lebt mit ihrem Vater alleine und verkriecht sich gerne in ihren Büchern, auch in der Schule. Dort  hat es besonders Michelle aus ihrer Stufe auf sie abgesehen.. Michelle ist dauerhaft von anderen, beliebten Mädchen umgeben, unter anderem Gwen. Nach einem besonders heftigen Mobbingtag im Februar, beschließt Marie dann jedoch abends noch eine Runde spazieren zu gehen und auf dem Spielplatz in ihrem Viertel begegnet sie Gwen. Gwen ist sehr unglücklich, was für Marie unverständlich ist, da Gwen doch immer so perfekt wirkte. Die beiden unterhalten sich etwas. Kurze Zeit später freunden sie sich an. Die Freundschaft wird immer intensiver, bis diese auch körperlich wird. Marie bemerkt bald, dass sie Gefühle für Gwen hat und empfindet das alles als falsch. Hinzu kommt, dass Gwen auch noch einen Freund hat und immer noch mit den beliebten Mädchen, die nicht auf gehört haben Marie zu mobben, befreundet ist. Das macht die ganze Situation und Maries bisher einsames Leben total kompliziert und bringt alles durcheinander. Marie kämpft nun nicht nur mit unerklärlichen Gefühlen, sondern auch mit der Frage, wer sie eigentlich ist und wer sie sein will.

Meine Meinung

Zuerst einmal zum Cover: es ist ein Traum! Ich liebe die Farben und das Bild und es passt schon so gut zum Titel und noch besser, sobald man weiter als Seite 100 ist!
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sehr gut verständlich und man kann sich besonders dadurch gut in die Protagonistin hineinversetzen. Selbst wenn man ähnliche Situationen nie erlebt hat, kann man sich durch den empathieerzeugenden Schreibstil gut einfinden.
Anfänglich ist das Buch sehr traurig und durch das Mitfühlen drückt es sehr auf die Stimmung, aber ab ca. Seite 120 wird es deutlich besser und die eigene Stimmung wird dadurch auch stark angehoben. Besonders dadurch dass es vorher so traurig war, wird es dann umso schöner.
Durch die Kürze der Kapitel bleibt man auch während des Lesens motiviert, weiterzulesen und merkt gar nicht, wie schnell man vorankommt. Da macht das Lesen gleich noch viel mehr Spaß, finde ich, wenn man einen Fortschritt sieht.
Besonders gut finde ich die Kapitel, in denen man einen besonderes tiefen Einblick in Maries Gefühlswelt bekommt. So geht einem das Buch noch näher und es hat Tiefe; es wird dadurch gar nicht erst zu einer 08/15 Liebesgeschichte.

Mein einziger leicht negativer Kritikpunkt: teilweise erscheint mir die Handlung zu gerafft: aus meiner Sicht werden Marie und Gwen viel zu schnell, viel zu enge Freundinnen.

Fazit

Ein gutes Jugendbuch, welches wichtige, sehr wichtige Themen anspricht. Traurig und wunderschön zu gleich. Man kann sich gut hineinfühlen und erlebt mit der Protagonistin Tiefste Tiefen und Höchste Höhen. Es hat außerhalb des Unterhaltungswertes noch einen hohen Lehr- und Moralwert und ich kann dieses Buch jeden Liebhaber von nicht klischeehaften Liebesgeschichten, die einfach tiefer gehen, nur empfehlen. Solltest du allerdings stark depressiv sein, selbst mit Mobbing zu kämpfen haben, ist dies vielleicht nicht das perfekte Buch für dich.

4,5/5 ⭐

Deine Fenja

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